
| Wettkampfbericht Schweizer Meisterschaft 2009 |
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Am 24. Oktober trafen sich die Athletinnen und Athleten der SNBF bereits zum 12. Mal, um den begehrten Schweizer Meister Titel im Natural Bodybuilding oder Miss Fitness zu erkämpfen. Wie bereits Tradition, fand der Anlass wiederum im Schinzenhof in Horgen statt - eine Location, die sich immer wieder vollumfänglich bewährt und allen Beteiligten - AthletInnen und deren Betreuer, Ausstellern, Organisatoren und nicht zuletzt dem Publikum - ein perfektes Umfeld bietet. Um 11.00 Uhr fand das Athletenmeeting statt. Hierbei erhielten die Sportler und Ihre Betreuer alle Informationen über den Ablauf des Tages. Die Athleten mussten sich mittels Pass oder ID identifizieren, wurden - falls sie in einer Kategorie mit Gewichtslimite starteten- gewogen, erhielten ihre Startnummern und deponierten beim DJ ihre CD’s mit der Musik für das individuelle Kürprogramm. Um Punkt 13.00 Uhr begannen die Vorwahlen. Ca. 150 fachinteressierte Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten gespannt die geforderten Vergleiche der Jury und die individuellen Kürprogramme jedes einzelnen Wettkämpfers. Da die Leistungsdichte in diesem Jahr unglaublich hoch war, gab es in jeder Klasse viele Vergleiche, welche die Athleten teilweise an den Rand der Erschöpfung trieben. Um 16.00 Uhr waren die Vorwahlen zu Ende und Athleten, Betreuer und Funktionäre zogen sich zu einer verdienten Pause zurück. Um 17.30 Uhr wurde die Abendkasse eröffnet und wie immer stieg die Spannung der Organisatoren: Wie viele Zuschauer würden wohl in diesem Jahr den Weg nach Horgen finden? Diese Frage ist nicht nur in Bezug auf die Einnahmen interessant, sondern auch ein ganz wichtiger Faktor für die Stimmung im Saal. Nach und nach fanden sich die ersten Zuschauer bei der Kasse ein. Die Zeit bis zum Start liess sich im Restaurant Schinzenhof oder im Foyer des Saals einfach überbrücken. Die Aussteller im Foyer boten einen interessanten Marktüberblick über Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Sporternährung. Neben unserem Hauptsponsor, Vital Ernährungsshop Sursee mit der Marke Progress waren Inko Sport, Better Bodies mit Multipower, NNC Frank Thrier mit seiner neuen Marke Swiss Nutrition, Power Food, Wenasport mit Weider Nutrition und Sport & Fitness sowie Legal Power vertreten. Herzlichen Dank von unserer Seite an diese Partner, die uns seit Jahren unterstützen und so die Durchführung dieses grossartigen Anlasses erst möglich machen. Auch in diesem Jahr wurde der Saal im Schinzenhof praktisch voll. Fast 700 Zuschauerinnen und Zuschauer waren angereist, um die Eisenkrieger zu unterstützen. Viele Athleten organisieren jeweils regelrechte Fanclubs, die nicht nur ihre eigenen sondern auch alle anderen Athleten lautstark anfeuern. Für eine Bombenstimmung war also gesorgt. Ein herzliches Dankeschön an alle Athleten, die so zahlreiche Zuschauer für diesen Anlass motivieren konnten. In diesem Jahr gingen 31 Athletinnen und Athleten an den Start. Ausser einer in diesem Jahr schwach besetzten internationalen Klasse waren die Klassengrössen ausgewogen und garantierten optimale Spannung. Der Mix aus Routiniers und hoch motivierten Newcomern versprach Spannung pur. Die Leistungsdichte war dieses Jahr unglaublich hoch. Um 19.10 Uhr startete der Anlass mit einem fulminanten Opening. Die Fans brachten den Hexenkessel erstmals zum Brodeln, als die Natural Heroes durch die Zuschauer Reihen hindurch einmarschierten, sich auf der Bühne formierten und zu peitschenden Beats einen kleinen Vorgeschmack auf die nun folgende Muskelschlacht gaben. Mit einer kurzen Ansprache in Deutsch, französisch und italienisch wurde der Anlass von Christian Henseler, François Gay und Angelo Stroppini eröffnet. Wie jedes Jahr führte der Speaker Christian Henseler die Athleten und Zuschauer locker und souverän durchs Programm. In jeder Klasse zeigten die Athleten erst ihre individuelle Kür (Posing zu selbst gewählter Musik), bevor sie in den Pflichtposen miteinander verglichen wurden. Das anschliessende Posedown (freies Posing zu Heavy Metal Sound) gab jedem Athleten nochmals die Möglichkeit, sich von seiner besten Seite zu präsentieren. Direkt anschliessend fand die Siegerehrung statt. Unsere Website bietet Ihnen den Link zu mehr als 3'500 eindrücklichen Bildern unserer Athleten. Diese Bilder sprechen Bände. Aus diesem Grund verzichten wir hier auf eine allzu detaillierte Beschreibung der einzelnen Athleten. Juniorenklasse: Welcher der beiden Newcomer hat am Schluss die Nase vorn? Am Schluss siegte knapp Klasse vor Masse, sprich, der etwas härtere Jean-Michel Ludin konnte sich vor dem kompakteren Patrick Scala einreihen. Beide Junioren haben grosses Potenzial. Wir freuen uns auf weitere Auftritte dieser jungen Hoffnungstalente. Sie haben eine wunderbare Natural Sportkarriere vor sich, auf die sie sich freuen dürfen. Wir sind stolz auf die zwei Junioren, die ihre Wettkampfvorbereitung sehr diszipliniert und motiviert angegangen sind. In der Männerklasse bis 70kg kamen auch die Kampfrichter erstmals ins Schwitzen. Was für ein Feld, was für eine Leistungsdichte! Sechster wurde César Dos Santos. Er zeigte ein gutes Potential, war in diesem Jahr aber einfach noch nicht ganz soweit. In ein par Jahren wird auch er den Anschluss schaffen. Fünfter wurde Alfred Gick. Seit dem letzten Jahr deutlich verbessert, mangelt es ihm aber nach wie vor etwas an Muskelqualität. Alfred ist der klassische Kämpfertyp. Wer ihn kennt, weiss, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Vierter wurde der Showman aus dem Tessin, Fabio Orfeo. Super Form, tolle Farbe, schöne Symmetrie, cooles Posing. Mit 2 kg mehr Muskelmasse dürfte der Sprung aufs Podest problemlos gelingen. Dritter wurde Svend Simmen. Er zeigte hervorragende Arme und Rücken, eine schöne Brustpartie und eine Wespentaille. Einzig die Beine waren leicht schwächer. Zweiter wurde Salvatore Squillante aus dem Tessin. Der Oberkörper war knallhart definiert, massive Arme, Schultern und Brust zeichneten ihn aus. Die Beine zwar nicht ganz so massiv, aber wunderbar hart und faserig. Ein klarer Anwärter auf den Sieg. Dieser ging in diesem Jahr jedoch an Urs Zumstein. Urs ist eine Klasse für sich. Massiv, steinhart, symmetrisch, herrliche Proportionen und eine gelungene Kür, welche neben den klassischen Posen auch turnerische Elemente enthält. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die nach wie vor verbesserungsfähige Präsentation der Pflichtposen. In der Männerklasse bis 80 Kilogramm platzierte sich Thomas Beer auf dem fünften Rang. Er hat seit dem letzten Jahr deutlich zugelegt und ist eine Gewichtsklasse aufgestiegen. Hier war er dieses Jahr einfach noch etwas zu leicht, um weiter vorne mitzumischen. Vierter wurde Manuel Ferreira. Er hat vor allem einen tollen Oberkörper, mit einem fantastischen Bizeps, die Beinmuskulatur hinkt dem noch etwas hinterher. Seinem klassischen Posing zuzuschauen bereitet grosse Freude, er wurde dafür auch ausgezeichnet. Dritter wurde Marco Gilardoni. Von Kopf bis Fuss eine Augenweide. Super Proportionen, gute Muskelhärte, tolle Farbe und eine sympathische Kämpfermentalität. An die absolute Spitze fehlen nur noch ein oder zwei Kilo Muskelmasse. Die hatte der zweitplazierte Maco Crüzer durchaus. Er war vor allem im Oberkörper ultramassiv, dazu steinhart und herrlich austrainiert. Vor der Sonne stand ihm nur Bruno Stadler. Diesen hat man noch nie so gut gesehen wie in diesem Jahr. Worte können seine sensationelle Form, seine Symmetrie, seine Bühnenpräsenz und sein Charisma nur vage beschreiben. Die stärkste Klasse war in diesem Jahr die Masters-Kategorie. Pavel Pohl hatte es in diesem Felde sehr schwer. Etwas mehr Muskelmasse und auch etwas mehr Muskelhärte wären von Vorteil. Trotzdem „Chapeau“ vor seiner sehr guten Leistung. Er wurde von der Jury auf den sechsten Platz gesetzt. Alfred Gick startete auch in der Mastersklasse und landete hier auf dem fünften Platz. Giovanni Petosa war sehr massiv und hat wunderbare Proportionen, seine Muskelhärte war im Vergleich mit den anderen Athleten jedoch leider nicht ganz ausreichend. Mit einer entsprechenden Wettkampfdiät wäre er in Zukunft ein berechtigter Titelanwärter. Kopf hoch Giovanni, mach weiter so! Platz vier für Ihn. Die Überraschung des Abends war Urs Bürgi. 49jährig, erster Start im Bodybuilding, 2. Hobby: Marathonlaufen. Als Urs die Bühne betrat, ging ein starkes Raunen durch den Saal. Urs war steinhart austrainiert, hat wunderbare Wadenmuskulatur, gute Oberschenkel, eine Wespentaille sondergleichen und eine verrückt imponierende Armmuskulatur. Dazu eine Bühnenpräsenz wie ein Profi. Der Publikumsliebling und absolut verdienter Drittplazierter seiner Klasse. Viele hatten Martin Portner schon abgeschrieben. Im letzten Jahr zeigte seine Form eine kleine Abwärtstendenz. Irrtum, Leute. Martin war dieses Jahr im Oberkörper wieder ultramassiv und messerscharf definiert. Auch seine Beine, wenngleich etwas weniger muskulös, waren in absoluter Topform. Martin verkörpert Hardrock pur und reisst die Zuschauer von den Hockern. Absolut verdienter zweiter Platz für ihn. Ein Comeback auf der SNBF Bühne gab Serge Frély. Alle waren gespannt, was 10 Jahre Bühnenabstinenz aus dem ehemaligen Schwergewichtsdominator gemacht haben. Und unglaublich: Sie haben ihn jünger, härter, besser gemacht. Serge hat den perfekten Bodybuilding-Körper. Jeder Muskel, jede Sehne, jedes Gelenk ist Bodybuilding pur. Jeder Muskel ist perfekt austrainiert, schmale Taille, unglaublicher Rücken, irre Arme und Beine. Eine Pose, ein Lächeln und jedem im Saal war klar, hier steht der Sieger. Im Anschluss folgte die internationale Klasse. Andreas Müller, mehrfacher Sieger in den Vorjahren, war dieses Jahr zu wenig austrainiert und musste sich mit dem für ihn ungewohnten 3. Rang begnügen. Mario Stübe auf Platz zwei war deutlich härter und zeigte ansprechende Symmetrie und Muskelmasse. Seine Präsentation lässt jedoch noch Raum für Verbesserungen. Das überzeugendste Paket brachte unser Gast aus Italien, Franco Barone mit sich. Schöne Härte, gute Symmetrie und tolle Bühnenpräsenz. Verdienter Sieg für Ihn. Die Miss Fitness Teilnehmerinnen präsentierten sich in zwei Runden. Am frühen Abend im Bikini, später in der Abendkleidrunde. Miss Fitness bedeutet; Kombination von Athletik und Ästhetik, also straffe Muskulatur gepaart mit wenig Körperfett und weiblichen Rundungen. Vierte wurde Kathrin Gubarré. Eine wunderschöne Frau mit guter Harmonie, die jedoch im Vergleich zu ihren Konkurrentinnen etwas zu wenig austrainiert war. Sie ist jedoch für weitere Meisterschaften motiviert. Man darf mit ihr in Zukunft rechnen. Auf dem dritten Platz die besser definierte Melanie Greschner, der dafür im Gegenzug etwas Muskulatur fehlte. Melanie weiss wie man sich professionell vorbereitet und ist jederzeit für einen Spitzenplatz gut. Genügend Muskelmasse besitzt die zweitplazierte Prisca Maidlinger. Sie war zudem herrlich austrainiert und zeigt eine tolle Bühnenpräsenz. Einzig ihr Abendkleid war nicht optimal gewählt, hier fiel sie gegenüber ihren Konkurrentinnen etwas ab. Verdiente Siegerin wurde Barbara Nick. Verdient deshalb, weil sie insgesamt das beste Paket anbot. Gute Muskulatur, beste Definition, weibliche Formen, dazu eine wunderschöne Haut, eine tolle Frisur und ein sensationelles Abendkleid. Im Schwergewicht der Männer (über 80kg) landete ein guter Mario Müller auf dem vierten Platz. Mario ist sehr harmonisch entwickelt, jedoch fehlt es ihm insgesamt etwas an Muskelmasse und -härte für eine bessere Platzierung. Wer Mario kennt, weiss, dass er sich an die absolute Spitze zurückkämpfen wird. Auch kein Massemonster, aber deutlich härter war Mattia Stendahl. Er zeigte zudem eine tolle Symmetrie und schöne Proportionen, was ihm Platz drei einbrachte. Zum grossen Showdown kam es zwischen Serge Frély und Michel Frauchiger. So toll sich Serge auch auf die Meisterschaft vorbereitet hat, vor allem am Nachmittag konnte er Michel Frauchiger nicht ganz das Wasser reichen. Am Abend wurde es für Michel nochmals eng, hatte er sich doch in der Farbe vertan und wirkte dadurch zu hell. Dennoch reichte es in der Endabrechnung mit einem Punkt Vorsprung für den Sieg. Michel ist ein absolutes Phänomen in diesem Sport. Eine derartige Muskelmasse und -Härte sucht seinesgleichen. Er ist absolut symmetrisch und hat keine nennenswerten Schwächen. Dazu aber noch zwei überragende Stärken: Beine und Rücken. Platz 1 für ihn. Auch im Stechen um den Gesamtsieg machte Michel Frauchiger alles klar. Er wurde Gesamtsieger der Schweizer Meisterschaften 2009 vor Serge Frély, Bruno Stadler und Urs Zumstein.
Für die Weltmeisterschaft vom 14. November 2009 in New York qualifizierten sich: Ein unvergesslicher Abend. Wer nicht dabei war, hat viel verpasst; kann aber alles an der nächsten Schweizermeisterschaft im Oktober 2010 nachholen. Presseberichte und -bilder erschienen im Tagesanzeiger (Regionalteil) Zürisee Zeitung, Tele M1 und auf www.searchfit.ch (grösste Fitnessplattform der Schweiz). |